WDSM32 L2 in Schwerte Rennbericht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Forumsstruktur

    • WDSM32 L2 in Schwerte Rennbericht

      Hallo Leute,

      ein kurzer Bericht aus Schwerte.


      Lasst uns die WDSM rocken

      oder so ähnlich lässt sich die aktuelle Saison wohl einigermaßen gut beschreiben.

      An dieser Stelle fragt sich der interessierte Leser, was denn diese komische Überschrift soll.

      Ich will in diesem Bericht einmal versuchen mich in die einzelnen Teams
      hinein zu versetzen und ein paar außergewöhnliche Vergleiche ziehen.

      Leider ist mir an diesem Wochenende in Schwerte der genaue Rennverlauf
      nicht mehr so präsent wie sonst, da ich selber mächtig unter Druck
      stand.

      Fangen wir also mit LOS an.

      2018 angetreten um die WDSM zu rocken, aber wie soll man das machen?

      Vielleicht das etwas andere Auto an den Start bringen, ja so könnte man die WDSM vielleicht rocken.

      Die Wahl fiel auf den Lancia LC2.

      Dazu auch noch die etwas großspurige Ankündigung vom Teamchef das Auto
      die ganze Saison zufahren egal wie der Italiener läuft, Rockstar
      Attitüden halt ;-)))

      So brachten Willi, Rene und Günter drei Lancias mit nach Schwerte und
      hatten schon am Freitag beim freien Training kein gutes Gefühl.

      Als ob bei einer Rockband die Gitarren verstimmt sind und man keine
      Ersatzsaiten dabei hat, genauso ist für LOS der Trainingsabend
      verlaufen.

      Morgen beim Rennen gibt’s ja neue Saiten, sprich Motoren und Reifen, dann geht’s ab.

      Für LOS gab es leider vom Start weg keine Rockmusik, sondern 90 Minuten Blues.

      Kein Speed, kein Grip, keine gute Laune.

      Der Blues wird immer dunkler.

      Neue Saiten müssen aufgezogen werden.

      Reifenwechsel, Getriebewechsel und so langsam werden die Melodien leichter und fröhlicher.

      Aber leicht und fröhlich war nicht angesagt, LOS wollte rocken.

      Von Platz sieben aus wurde es dann, ab der dritten Rennstunde, ein klasse Konzert für die Truppe aus Aachen.

      Der Lancia hatte Potenzial und man schob sich immer weiter nach vorne.

      Der Blues war weg und der Rock wieder da.

      Am Ende konnte LOS den Lancia auf Platz drei ins Ziel bringen.

      Für das Team GUMMi Wheels, das ebenfalls aus Aachen angereist war sollte es ein Neuanfang werden.

      Ein neuer Bandleader, neue Instrumente, sprich Autos im Gepäck, wollte
      man zwar die etwas leiseren Töne spielen, aber die sollten am Ende vorne
      gespielt werden.

      Ein Sauber Mercedes in Silber zeigte beim freien Training sein ganzes
      Potenzial und einer der „Bandmitglieder“ ließ sich zu der Aussage
      hinreissen, solche Zeiten bin ich in Schwerte noch nie gefahren.

      Es schien also alles zu passen und Michael, Winni, Marc und Uwe ließen
      den Freitagabend nach dem gelungenen „Soundcheck“ locker bei ein paar
      Bierchen ausklingen.

      Aber Soundcheck und Konzert sind leider zwei unterschiedliche Dinge.

      Im Rennen passte dann nicht mehr viel zusammen.

      Der Sound, sprich die Performance des Autos, konnte nicht ganz überzeugen und so war auch bei den Gummi Wheels Blues angesagt.

      Leider spielten die Aachener den Blues 6 Stunden und brachten ihren Sauber auf P7 ins Ziel.

      Ich bin aber überzeugt das wir im dritten WDSM Rennen, das in Duisburg
      stattfindet, wieder Rockmusik aus Aachen serviert bekommen werden und
      dann mit perfektem Sound.

      Nicht ganz einfach ist es wenn man seine Band, sprich sein Team, mit neuen Leuten ins Konzert schickt.

      Aus dem Taunus war die IG Slot im Taunus angereist.

      Im Gepäck das Heißeste was man in der 2017ner Saison in Schwerte auf der „Bühne“gesehen hat,

      einen Nissan R90.

      Wolfgang hatte im Vorjahr mit diesem Auto und seinem damaligen Team, die
      WDSM so richtig gerockt, würde das auch in diesem Jahr wieder so
      werden?

      Die Bedingungen waren allerdings ganz anders.

      Zwei neue Fahrer und ein Veranstaltungsort in dem die Luft kochte.

      Wolfgang, Klaus und die beiden neuen „Musiker in der Band“, Harald und
      Thomas mussten an diesem Wochenende als Team zusammen finden und das war
      nicht ganz einfach.

      Das die Truppe Potential hat steht außer Frage, das ihr „Instrument“,
      der Nissan R90, erste Wahl ist auch, aber das perfekte Zusammenspiel
      aller „Musiker“ passte noch nicht so ganz.

      Harald zeigte auf Spur drei mit einem klasse „Solo“ was möglich war wenn alles gepasst hätte.

      Das „Konzert“ in Duisburg wird für die IG Slot im Taunus der zweite
      Auftritt in der neuen Besetzung, dann stimmen die Einsätze aller
      Beteiligten garantiert perfekt.

      Die Begleitband von Helene Fischer zeigte in Schwerte, das sie nicht nur Schlager kann.

      Die Fischer Fans von H²O zeigten Rock vom Feinsten.

      Michael J., Peter und Gregor reisten mit perfekt gestimmten
      Instrumenten, 2x Mazda 787 und 2x Nissan R90 nach Schwerte und wollten,
      nach ihrem dritten Platz in Kamp Lintfort, das „Ding“ im Ruhrpott so
      richtig rocken.

      Beim freien Training am Freitag waren die Instrumente noch ein wenig
      verstimmt, aber bei der „after Trainings Party“ in einem Schwerter Szene
      Club war klar, das verdirbt der „Band“ nicht die Laune.

      Beim Start am nächsten Tag zeigte die Truppe dann in der ersten
      Rennstunde wie "Rocken" geht. Wie eine Lichtshow vom Allerfeinsten, mit
      Gitarren Riffs die die Konkurrenz erstaunten, legte die Truppe los.

      Drei, vier, fünf Zehntel Schneller als die Konkurrenz setzte man sich an die Spitze des Feldes und ließ es richtig krachen.

      „Atemlos“ hetzte man um den Kurs und überdrehte dabei ein wenig.

      Bei einer Rockband würde man vielleicht darauf tippen das der Verstärker
      durchgebrannt ist oder das die Boxentürme sich verabschiedet haben,
      denn ab der dritten Rennstunde ging bei H²O nichts mehr.

      Kein Sound, kein Grip und bei einem Teil der Musiker auch keine Lust mehr.

      Schade das ein Top Konzerteinstieg nicht zu einem guten Ende führte und schade das Rockmusiker manchmal sehr eigen sind.

      Zwei Teams setzten in Schwerte auf japanische Instrumente und versuchten ihr Glück mit einem Toyota.

      Eines davon waren die Racing BROthers aus Overrath bei Köln.

      Kölschrock mit japanischen Instrumenten war also angesagt.

      Sven, Stefan, Torsten und Hans, vier ganz erfahrene „Musiker“, machten
      am Freitag bei den Proben schon deutlich das man auch mit dieser
      Kombination das Publikum begeistern kann.

      Es sollte aber bei den Musikern nicht nur das Instrument perfekt vorbereitet sein sondern auch das Equipment.

      Torsten haderte wieder einmal mit seinem Regler und auch die Reifen waren bei den BROthers ein immer wiederkehrendes Thema.

      Sven eröffnete das Brothers Konzert und es wurde eine Hip Hop Session.

      Schnelle Runden zu Beginn des Rennens wechselten sich mit gripfreien Phasen im Mittelteil ab.

      Am Ende des Rennens gab es dann ein Hip Hop Battle mit LOS und das war vom aller, aller Feinsten.

      BROther/Stefan gegen LOS/Rene eine perfekte Show und ein begeistertes Publikum.

      Bei Hip Hoppern versagt am Ende manchmal die Stimme und so ähnlich war es auch bei den BROthers.

      Die Truppe wurde kurz vor Schluss des Konzertes noch abgefangen und belegte den vierten Gesamtplatz.

      Wir rocken die WDSM.

      Mit dieser klaren Aussage und mit einem Teamnamen der viel verspricht,
      Team BUS, Björns Ultimatives Slotteam, sorgte man in Schwerte schon beim
      freien Training für einen ganz coolen Sound.

      Immer wieder wechselte man das Instrument.

      Porsche, Nissan und Toyota wurde gespielt und die Truppe entschied sich am Ende für den Japaner.

      Mit Björn, Hans und Wolfgang G. spielt das Trio in einer Bestzung die vom Feinsten ist.

      Drei Virtuosen am Drücker und im Zusammenspiel verpasst keiner der Drei seinen Einsatz.

      Aber auch bei Team Bus ging es an diesem Wochenende nicht ohne den Blues.

      Fünf Stunden und achtundfünfzig Minuten Dauerrock, hart und schnell.

      Fünf Stunden und achtundfünfzig Minutendie Führung, ungefährdet.

      Fünf Stunden und achtundfünfzig Minuten gute Laune, Optimismus pur.

      Fünf Stunden und achtundfünfzig Minuten lauter Rock, WIR ROCKEN DIE WDSM,

      dann kam der Blues ganz dunkel.

      Platz Zwei und drei Fahrer haben den Blues, so kann es gehen in der besten Langstreckenserie im Westen.

      Der Headliner kommt immer am Ende,

      so auch in diesem,

      etwas anderen Rennbericht.

      Auf einem imaginären Plakat für Schwerte hätte man den Sieger des ersten
      WDSM Rennens ProSpeed Slotracing, ganz bestimmt als Headliner
      angekündigt.

      Das Team schlägt in diesem Jahr, in neuer Zusammensetzung, eher leise Töne an.

      Das heißt aber nicht das Stefan, Ralf und David nicht auch die harten Rhythmen perfekt beherrschen.

      Auf der Bühne sieht Rochmusik meisten leicht und easy aus, aber wer
      perfekt spielen will, der muss vorher eine Menge Arbeit investieren.

      Genau so geht ProSpeed die WDSM Rennen an.

      Als „Band“ geschlossen wird, sich jeder „Konzertsaal, sprich jede Strecke, im Training erarbeitet.

      Für alle Konzerte wird das Instrument perfekt abgestimmt und immer ist die Truppe cool drauf.

      In Schwerte lieferten die Drei dann ein perfektes „Konzert“ ab.

      Jede der sechs Spuren mit einem eigenen Arrangement.

      Ganz ruhige Runden, Reifen schonend.

      Schnelle Stücke, immer am Limit, selten darüber.

      …und am Schluss die Zugabe, Rock vom Feinsten.

      Ralfs Solo ließ das Publikum toben und der Show down brachte die Halle zum Kochen.

      Eine gute Minute vor Rennende zog der ProSpeed Porsche am Bus Toyota
      vorbei und Ralf sicherte für sein Team den zweiten Sieg in Folge.

      ProSpeed hat wieder einmal die WDSM gerockt und dafür Glückwunsch von allen Teilnehmern.

      Das war Langstreckenrennen wie es besser fast nicht geht.

      Ein Team das ruhig bleibt, immer die richtigen Töne trifft und alle Facetten beherrscht.

      Für mich persönlich war das „Schlagzeug Solo“ von Ralf der Höhepunkt eines super Rennwochenendes.

      Zu einem guten Konzert gehört natürlich auch eine perfekte Location.

      In Schwerte gab es alles.

      Rennsport perfekt.

      Bewirtung perfekt.

      Stimmung perfekt.

      Ein großes Dankeschön an die Carrera Freunde Schwerte für eure Arbeit und für das perfekte Umfeld zum 2. Lauf der WDSM.

      Wir kommen gerne auch 2019 wieder ins Ruhrgebiet.

      Bis dann

      der alte Mann