LOS, Innenansichten die Letzte

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    • LOS, Innenansichten die Letzte

      Hallo Leute,
      wir sind aus Giessen zurück und der Rennbericht ist fertig.
      Wer gerne liest, bitteschön:

      Der letzte Walzer war ein ganz heißer Tanz / Tei1

      Tanzen stand an diesem Juniwochenende natürlich nicht auf dem Terminkalender von LOS, sondern die 24h von Giessen.

      Die Traditionsveranstaltung wird heuer bereits zum siebtenmal ausgetragen und ist weit über die Grenzen Giessens bekannt. So kamen auch in diesem Jahr wieder sieben Mannschaften aus der gesamten Republik nach Mittelhessen, mit kleinen Autos im Gepäck.

      SPF/ Giessen/ Mosler
      Slot for Fun/ Kassel/ Mosler
      North Coast Racing/ Bremen/ Mosler
      Raceway Witten/ Witten/ Mosler
      Schlitzfräsen/ ?????????/ Mosler
      Injinööör IG/ Aachen/ Lexus
      LOS/ BRD/ SunRed GT

      Für LOS war es das letzte Rennen und es sollte, um beim Tanzen zu bleiben, ein beschwingter Walzer werden. Wir hatten eine Woche vor dem 24h Rennen auf dem Parkett in Giessen mit unserem Auto, einem SunRed aus der spanischen GT-Meisterschaft, einige hundert Trainingsrunden gedreht und waren sehr zu Frieden mit dem kleinen Wägelchen.

      Am Freitag ging es dann los.

      Leider konnten wir nicht in der gesamten Besetzung das gemeinsame Mittagessen bei unserem „Stammgriechen“ einnehmen, denn Stefan und David würden erst etwas später in Giessen sein können. Willi, Günter und die beiden Neuzugänge im Team, Thilo und Yannick hatten sich schnell für Gyros Komplett entschieden und so hatten wenigstens die Vier, einen optimalen Start ins Wochenende.

      Für Thilo und Yannick, die beide Slotracing auf „Uwes Raceway“ in Stolberg betreiben, war es der erste Start bei einem 24h Rennen. An dieser Stelle möchte ich mich auch bei den Eltern der beiden bedanken, das wir die Jungs mitnehmen durften. Ich kann an dieser Stelle sagen, immer wieder gerne. Nicht nur das Beide schnelle Racer sind, sie sind auch perfekte Teamplayer.

      Als LOS um 16:00 in Giessen eintraf waren bereits 5 Mannschaften vor Ort und spulten ihr Trainingsprogramm ab. Wir wollten soviel wie möglich fahren und unsere Streckenkenntnis verbessern. So hieß es: “ Runden drehen“

      Mit unserem Vorjahrsauto beackerte jeder unserer Fahrer die für ihn bestimmte Spur und die beiden Junioren Yannick und Thilo kamen immer besser mit der Strecke klar. Mittlerweile waren auch David und Stefan eingetroffen. Immer wieder wurden durchgewechselt. Willi die Spur 1, David die 2, Yannick die 3, Thilo die 4, Stefan die 5 und Günter die 6 bis jeder seine Spur wie im Schlaf fahren konnte. Das Einsatzauto schlummerte derweil im Slotkoffer und wurde geschont.

      Natürlich durfte auch ein Blick auf die Autos und die Rundenzeiten der Konkurrenz nicht fehlen.

      Das Heimteam sortierte noch ihr Auto aus und war sich noch nicht einig, welchen der Mosler sie fahren würden. Uli, der bei den SPF’lern für die Autos verantwortlich ist, war dann am Ende ein wenig überrascht, das die Truppe sich für einen „Gebrauchtwagen“ in schwarz entschied. Mit über 120 Gramm konnte der SPF Renner sich an diesem Wochenende schon mal Platz 1 in der Gewichtswertung sichern.

      Das Kampfgewicht des Moslers aus Witten ist uns leider nicht bekannt, aber das die Truppe zu den ganz schnellen gehört steht außer Frage. Nur an diesem Freitag lief es nicht do ganz rund. Dirk, der in diesem Team für die Technik zuständig ist, hatte alle Hände voll zu tun. Immer wieder wurden Teile getauscht und Einstellungen verändert bis es am Ende für alle passte.

      Keine Probleme hatten Nord Coast Racing aus Bremen. In den beiden Vorjahren hatte man nicht immer die richtige Fahrzeugwahl getroffen, aber das sollte sich in diesem Jahr ändern, denn auch hier war ein Mosler vorbereitet worden. Den Aufbau des Autos hatte Gregor übernommen und perfekte Arbeit abgeliefert.

      Auch das Überraschungsteam aus dem Jahr 2010, die Schlitzfräsen, setzten auf Moslerpower. Auf die Truppe würde zu achten sein. Nicht nur wegen der Fahrzeugwahl, sondern auch weil die Truppe gute Streckenkenntnis hat und auf der sechsspurigen Slotfire Bahn in Giessen schon einige heiße Rennen gefahren hat.

      Aus Aachen kam das Team um Guido J. die Injinööör IG. Über die Schreibweise des Teamnamens ist man sich auch bei den Mitgliedern nicht einig und so ist jede Variante zugelassen. Guido hatte einen Ninco Lexus als Rennauto aufgebaut und sorgte mit dieser außergewöhnlichen Fahrzeugwahl für erstaunte Blicke. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wurde der Lexus im Verlauf der Trainingssession immer schneller und war am Schluss, bei der „Musik“

      Als LOS so gegen 22:00 zum ersten mal das Einsatzauto, einen Sunred GT, auf die Bahn stellte gab es auch hier keine Probleme. Mit 7.4-7.5er Rundenzeiten reihte man sich in die Liste der Rundenzeiten, oben ein. Das gab Zeit, uns mit einem feurigen Chili zu stärken, denn ihr wisst ja, essen und slotten gehört für LOS untrennbar zusammen.

      Das ist mit ein Grund, warum unser Team so gerne in Giessen antritt. Die Flatrate für die Wochenendverpflegung hier in Mittelhessen, ist einfach genial. An dieser Stelle schon mal ein dickes DANKESCHÖN an Burton und seine Damen vom Catering.
      Es war auch 2012 wieder absolut Spitze!!!

      Für LOS ging es dann gegen Mitternacht ins Hotel, aber an Nachtruhe war noch nicht zu denken. Opa Döring hatte nämlich Geburtstag und in der „alten Schmiede“ in Busek zum Umtrunk mit Musik geladen. Wir waren zwar nicht eingeladen, aber ein oder zwei Schlummerbierchen bei Livemusik genehmigten wir dann doch noch. Um 2 Uhr war aber Schluss mit lustig, denn um 8 Uhr gab es Frühstück und um 9:30 das letzte Training, vor dem letzten Rennen für LOS.

      Eigentlich wollten wir im übertragenen Sinn in Giessen einen entspannten Walzer tanzen aber es wurde zu einem hektischen Hip Hop Gezappele. Warum, weil unser Auto nicht mehr funktionierte. Immer wieder kippte unser SunRed in den Kurven unmotiviert aus dem Slot und auch der Speed war weg. Günter und Stefan machten sich an die Fehlersuche.

      Motorhalter, Motorwackel, Trimmung, Karo, Fahrwerk, alles stand zur Disposition. Willi musste ständig neue Einstellungen und Änderungen auf der Strecke testen. Irgendwann war die Zeit aber abgelaufen und wir mussten unseren Spanier bei der Rennleitung abgeben. Die Stimmung im Team war gedrückt.

      Auch die Orangenen, Team SlotforFun, war eingetroffen. Genau wie alle anderen ging auch ihr Mosler, ohne Beanstandung, durch die Abnahme. Jörg der Teamchef, hatte nicht nur ein klasse Auto mitgebracht, sondern auch sein Laptop, mit dem er einen Liveticker zum Rennen ins Netz stellte. Klasse Idee!

      Um 14:30 wurde es dann endgültig Ernst. Jedes Team musste zum Einzelzeitfahren über eine Minute antreten.

      7.369 Sekunden soviel brauchte Dirk, vom Raceway Witten, um sich den Sieg im Quali zu sichern. Die Truppe hatte also ihre Probleme in den Griff bekommen, klasse.

      LOS waren Fünfter und ein wenig enttäuscht.

      An dieser Stelle will ich einmal einen Spruch von Stefan zitieren. Nach dem wir beim 24h Rennen in Eupen 2010, kurz nach dem Rennstart den Motor wechseln mussten, als 13te ins Rennen eingestiegen sind und eine klasse Aufholjagd gestartet haben. „Das hat Spaß gemacht und war einfach nur geil“

      Mit der gleichen Einstellung gingen wir um Punkt 15 Uhr auch in die siebte Ausgabe der 24h von Mittelhessen.

      Witten hatte sich als Qualigewinner die Spur sieben ausgesucht und somit den ersten Turn frei. Man wollte jederzeit wissen was die anderen Teams auf den einzelnen Spuren abgeliefert haben um reagieren zu können.
    • RE: LOS, Innenansichten die Letzte

      Teil 2

      Sofort nach dem Start schlug die Spitze ein höllisches Tempo an. SPF, North Coast und die Inschiniööör IG (trotz anderer Schreibweise, es sind die Selben wie die oben erwähnten) balgten sich um die ersten drei Positionen.

      LOS sortierte sich auf P6 ein.

      Die Pechvögel des ersten Teils der 24h waren aber die Schlitzfräsen. Die Truppe mit Chefmechaniker Axel wechselte Alles. Wenn ich hier schreibe Alles, dann ist das nicht übertrieben, denn bis auf die Karo, tauschte man sämtliche Komponenten aus. Der Erfolg dieser dauernden Schrauberei ließ allerdings lange auf sich warten, denn erst gegen Rennende konnte man Zeiten fahren, die auf dem Niveau der Top Teams lagen.

      Ganz so lange dauerte es bei LOS nicht. Im vierten Turn hatten wir das Fahrverhalten „optimiert“ und es fehlte nur ein wenig Speed. Intern hatten wir uns vor dem Rennen einen Platz auf dem Podium zugetraut und dieses Unternehmen konnten wir jetzt angehen.

      Yannick war der erste dem die Lösung unseres Problems zu gute kam und der Junior zeigte sein ganzes Talent. Nach einer kurzen Ansage vom Teamchef, nicht zu puschen, sondern sein eigenes Tempo zu finden und ohne Abflüge seine Runden zu drehen, legte er los. Die Fehlerquote ganz niedrig und der Speed ganz hoch, so spulte er Rund um Runde ab. Das er auch noch Rennübersicht hatte, brachte ihm ein Schulterklopfen und ein dickes Lob der Konkurrenz.

      An der Spitze hatte sich Witten in den Kampf eingeschaltet. Drei Mosler auf P1-P3 und ein Lexus der mit kleinen Nadelstichen immer wieder für kurze Zeit das Führungstrio sprengen konnte.

      Aber auch die Orangen machten ihre Sache sehr gut, denn auch ihr Mosler aus Kassel rannte wie verrückt. Nebenbei wurde alles live ins Netz gestellt. Vielleicht haben die Kasseler in der Heimat ihre Renndaten ausgewertet, wer weis.

      Um 22:00 Uhr begann in Giessen die Nacht. LOS lag zu dieser Zeit auf P5 und kämpfte sich langsam nach vorne.

      Wie es oft bei Langstreckenrennen ist, bringt die Nacht die Entscheidung. In der Dunkelheit zeigte auch der zweite neue Fahrer im Team LOS was er drauf hat.

      Thilo, der noch nicht lange unser Hobby betreibt, zeigte an diesem Wochenende und besonders bei seinem Nachtturn eine Spitzenleistung. Das Langstreckenrennen fahren nicht die Jagt nach einer schnellen Runde ist bewies er eindrucksvoll. Auch er bekam vom Teamchef die Ansage, etwas Speed zurück nehmen und ohne Abflüge fahren. Achtzehn Minuten schaffte Thilo es in der Spur zu bleiben ehe er unverschuldet einen Unfall baute, das war eine klasse Leistung.

      North Coast hatte sich mittlerweile mit einer klasse Leistung und ohne Defekte an die Spitze gesetzt, denn SPF hatte ein wenig Schwierigkeiten mit der Dunkelheit. Leider konnten sie den Speed aus dem Hellen in der Nacht nicht halten und fielen zeitweise auf P3 zurück.

      Ganz hart traf es aber die Mannschaft aus Witten. Wie schon im Vorjahr schlug der Technikteufel zu. Durch ein unkontrolliertes Fahrverhalten zeigte der weisblaue Mosler den Bruch der Vorderachshalterung an und es folgte ein längerer Boxenstop. Es sollte nicht der letzte Reparaturstop für die Truppe bleiben, denn auch der neue Achshalter hatte nur eine kurze Lebensdauer. Nach diesen beiden Werkstattaufenthalten galt für sie das Selbe wie für LOS, Aufholjagten sind auch klasse.

      LOS mittlerweile auf P4 mit achtzig Runden Rückstand zur Injingjöre IG aber mit einem stabileren Auto. Der Lexus war nämlich gegen drei Uhr am Morgen plötzlich ohne Frontlicht auf der Strecke und der Techniker schlief. Als mussten die Jungs zuerst mal den Schrauber wecken, der musste sich den Schlaf aus den Augen reiben, das Beleuchtungsproblem finden und beheben. Als der Lexus wieder ins Rennen ging, war der Vorsprung zu LOS auf 20 Runden geschmolzen. Es dauerte aber nur zehn Minuten bis erneut an der Lexusfront Dunkelheit herrschte. Durch den erneuten Boxenstop verloren die IG 30 Runden und die Position 3 an LOS.

      Allerdings hatte auch dieses Zwischenergebnis nicht lange Bestand. Ein Leitkieltausch von LOS brachte die Inginiörens wieder auf ihren alten Platz zurück. Aber mittlerweile war der Sunred auf dem selben Niveau wie der Lexus und so kämpfte man auf Augenhöhe um den letzten freien Platz auf dem Treppchen
      .
      An der Spitze hatte Heiko und seine Bremer Mannschaft sich einen deutlichen Vorsprung herausgefahren. Aber trotzdem war man nicht ganz ruhig und wollte sich nicht zu früh mit dem Gedanken an den Sieg anfreunden.

      Im Hellen ertönte plötzlich wieder der Ruf, Achshalterbruch, durch die Halle in Giessen. Aber nicht der Wittener Mosler, sondern den Inschiniör Lexus hatte es erwischt. Wie schnell Guido J. der der Schrauber der IG ist, zeigte der Wechsel des defekten Halters, 10 Runden, Klasse!

      LOS war wieder vorbei gezogen.

      An dieser Stelle möchte ich mal den Kampfgeist der Schlitzfräsen loben. Zeitweise einige hundert Runden Rückstand konnte diesen nicht brechen und man verlor vor allem nie die gute Laune.

      Bei mir als Berichteschreiber ist der Rennverlauf der Orangenen, Slotforfun, ein wenig untergegangen, aber so viel wie ich in Erinnerung habe musste der Mosler aus Kassel auch einen längeren Reparaturstop wegen einem defekten Beleuchtungssatz einlegen, schade.

      Für LOS waren dann die letzten vier Turns das Salz in der Suppe der 24h von Giessen.

      Willi, der für Thilo den letzten Lauf auf der Vier übernahm, gegen Thomas mit dem Lexus. Danach David gegen Peter. Die Zwei zeigten ein super Rennen, denn keiner gab auch nur einen Meter nach. Immer wieder wechselten die Positionen ohne das sich der SunRed oder der Lexus einen Vorteil erkämpfen konnte. Am Ende des Turns strahlten beide, denn das war Spaß auf ganz hohem Level. Dann konnte Willi noch einmal den LOS Vorsprung gegen Thomas verteidigen ehe im letzten Turn, 45 Minuten, der Lexus auf die Zwei und der SunRed auf die Drei gestellt wurden. Peter und Günter gaben sich die Ehre und es wurde genau so spannend wie im Duell Peter vs. David

      Kurz vor Rennende versammelte sich das Feld und man fuhr im Pulk über die Ziellinie der 24h von Mittelhessen 2012.

      An dieser Stelle Gratulation an Nord Coast Racing aus Bremen zu einem nie gefährdeten und absolut verdienten Sieg.

      Gratulation aber auch an die SPF’ler, ihr wart klasse Gastgeber und faire Sportler. Es war für uns die fünfte Teilnahme an eurem 24h Rennen und es war wie immer ein Erlebnis.

      Leider sind wir auch einige Kilo schwerer dank der super Verpflegung die eure Mädels (inkl. Burton) das ganze Wochenende für uns gezaubert haben, aber es gibt ja jede Menge Diätpläne um das wieder zu richten.

      An die Küchencrew:

      DAS WAR SPITZE, DANKE

      Ja Leute, LOS hat mehrere Jahre auf vielen Hochzeiten getanzt. Wir haben die Mittänzer gewechselt, die Säle waren immer andere und die Musik zu der wir tanzten auch, aber jetzt sind die LOS-Tanzschuhe durchgetanzt und ich häng sie an den Nagel. Giessen sollte ein entspannter Walzer werden und war am Ende ein schneller Rock’n Roll und hat uns tierisch Spaß gemacht.
      Bis dann
      der alte Mann

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von alter Mann ()

    • Hallo Günter
      Erstmalbwieder ein toller bericht....und einen Glückwunsch an euer Team was sich richtig toll auf Platz drei vorgeschoben hatt S U P E R
      Und ein TIP noch....ich habe in jeder meiner schnellen Runde AC/DC in den Ohren gehört.....grins
      Lieben Gruss von der Nordsee, Heiko
      Nicht der vorteil eines einzelnen sondern faire und spannende Rennen für alle

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Lostfocus ()

    • Hallo Günter,
      schaust du auf meinen Benutzernamen und du weißt wie du´s schreiben sollst :daumen:

      Sicher liegt dein Gedächtnis noch auf der Strecke in Gießen, den Achshalterbruch hatten wir vor dem Lichtausfall, Morgens haben wir unsere Reifen gewechselt, weil diese so langsam die 1mm Grenze unterschritten.
      Alles im allen war es aber wie du schon schreibst ein sehr schönes und gefräßiges Wochenende! Deiner Danksagung kann ich mich hier nur anschließen

      So long!
      :angst:
      Es wird schon besser werden!