WDSM L3/2015 + Rennbericht

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Forumsstruktur

    • WDSM L3/2015 + Rennbericht

      Hallo Leute,
      ich bin wieder zu Hause und ich kann euch sagen Spannung pur stand auf dem WDSM Kalender.
      Genaues gibt's in Kürze im Rennbericht zu lesen.
      Hier erst einmal das Ergebnis in Kurzform.

      1. SRC-Kleve
      2. H²O
      3. SRF
      4. ProSpeed Slot Racing
      5. Pflegepartner Racing Team
      6. Team Rheinland Serie

      Bis dann
      der alte Mann

      Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von alter Mann ()

    • RE: Wdsm L3/2015

      Japanische Autobaukunst dominiert in Kleve


      Mazda und Nissan teilten sich die ersten vier Plätze beim 3.
      WDSM Lauf der 2015er Saison.


      Besonders schwierig war das jetzt nicht, denn von den sechs
      gestarteten Teams setzten fünf, auf Autos aus dem Land der aufgehenden Sonne.


      Gegen diese Übermacht versuchte das Team Pflegepartner
      Racing sich mit einem Lancia LC2/85 zu behaupten und hatte an diesem
      Wochenende, einen ganz schweren Stand.


      Wie bei der WDSM üblich begann auch in Kleve das
      Rennwochenende mit einem freien Training am Freitag. Inklusive der
      Heimmannschaft nutzten vier Teams diese Möglichkeit um sich auf die neue
      Strecke im WDSM Kalender einzustellen.


      Bei drückender Hitze und einer hohen Luftfeuchtigkeit
      machten sich H²O, ProSpeed Slot Racing und SRF an die Arbeit die Bahn kennen zu
      lernen und ihr Auto auf die neuen Bedingungen abzustimmen. Pascal, Tobias und
      Bert vom SRC-Kleve sorgten sich derweil um das leibliche Wohl der angereisten
      Fahrer.


      An dieser Stelle ein dickes Dankeschön an die Truppe für die
      perfekte Versorgung mit kalten und warmen Getränken, belegten Brötchen und
      Frikos die bei manchem, noch auf der Heimfahrt für glänzende Augen sorgten. Ganz
      besonders gut war euer Chili und die Versorgung mit Naschwerk während der
      beiden WDSM Tage.


      Dem Chilikoch ein Dankeschön!


      Wie das Freitagstraining bei einem WDSM Team abläuft, möchte
      ich euch einmal am Beispiel von SRF beschreiben.


      Winni und Günter hatten im Vorfeld schon einige Arbeiten
      erledigt. Mehrere Leitkiele unterschiedlicher Bauart, waren mit neuen
      Schleifern bestückt und auch die Chassis der vermeintlichen Einsatzautos waren
      gereinigt und mit neuen Achslagern versehen worden. Zwei Modelle hatte das Team
      aus Aachen ausgewählt.


      Nissan und Toyota standen zur Debatte.


      Zu Trainingsbeginn fuhr jeder der beiden ein
      unterschiedliches Modell in der gleichen Konfiguration, sprich beide Autos mit
      neuen Reifen, dem gleichen Leitkieltyp und mit der gleichen Übersetzung
      bestückt. Nach dem jeder ca. 20 Minuten gefahren war wurden die Autos getauscht
      und nach weiteren 20 Minuten gab es einen kurzen Erfahrungsaustausch bei dem
      klar wurde, der Nissan wird an diesem Wochenende das SRF- Einsatzauto werden.


      Jetzt ging es an die Abstimmung.


      Je ein Fahrwerk mit und ein Fahrwerk ohne Federung stand den
      beiden SRF’lern zur Verfügung und auch jetzt wurden beide Varianten wieder von
      beiden Fahrern gefahren und bewertet.


      Ergebnis, in Kleve fällt die Wahl auf ein gefedertes
      Fahrwerk.


      Als nächstes wurde das Getriebe bestimmt das im Rennauto
      verbaut werden sollte.


      26, 27 oder 28er standen zur Auswahl.


      Für beide Fahrer fühlte sich das 28er am besten an und so
      war jetzt, bis auf den Leitkiel, das Auto aussortiert.


      Beim Leitkiel bietet die WDSM einiges an Wahlmöglichkeiten,
      wir entschieden uns am Ende für einen geschraubten, leicht angeschliffenen
      Standartleitkiel.


      Ab jetzt wurden mit dem so vorbereiteten Nissan Runden
      gedreht.


      Ähnlich lief die Vorbereitung bei H²O und ProSpeed ab und auch diese beiden
      Teams hatten am Ende des Freitagstraining ihr Rennauto aussortiert.


      Der SRC-Kleve ging die Sache natürlich etwas entspannter an,
      da sie schon einige Tage vorher alles nötige vorbereitet hatten.


      Das man ein WDSM Rennen auch anders angehen kann, zeigte
      Team Rheinlandserie.


      Die Truppe reiste Samstagmorgen in Kleve an und brachte
      einen am Vortag getesteten Mazda mit.


      Uwe, Joachim und Michael mussten, in der kurzen Zeit die den
      Teams am Renntag zum Training zur Verfügung steht, ihr Auto abstimmen und die
      Strecke kennenlernen. Eine ziemlich schwierige Aufgabe die sich die Kölner
      Truppe vorgenommen hatte.


      Bei den Pflegepartnern sah die Sache anders aus.


      Auch sie reisten erst Samstag an, aber da alle Fahrer gute
      Streckenkenntnisse hatten, ging es bei ihnen nur darum, den Lancia rennfertig zu
      machen.


      Am dritten WDSM Wochenende in diesem Jahr, stand natürlich
      auch wieder eine Fahrzeugabnahme auf dem Programm. In Kleve konnten alle Teams,
      ohne große Beanstandungen und Umbauten, ihr Fahrzeug in den Parc Ferme bringen.


      Als nächstes stand das Einzelzeitfahren auf dem Zeitplan.


      Der Lancia von den Pflegepartner musste als erster auf die
      Strecke. Auf Spur fünf fuhr Hans die erste Zeit und die ließ alle anderen
      Teams aufhorchen. Mit 9,179 sec. setzte er den Richtwert für die anderen
      Mannschaften.


      Allerdings wurde diese Topzeit von Björn, mit dem ProSpeed
      Nissan, noch um 4/100tel unterboten.


      Spannung pur schon im Quali, was will man mehr!


      Das Quali hatte aber auch noch andere Überraschungen zu
      bieten.


      Das Heimteam, der SRC-Kleve, kam mit seinem Mazda nur auf P4
      ins Ziel und der Meisterschaftsführende, SRF, belegte mit 0,8 Sekunden
      Rückstand, Platz fünf.


      Würde es für den SRC-Kleve auf seiner Heimstrecke ein
      Debakel werden?


      Was war mit dem Nissan von SRF passiert?



      Quali Ergebnis:


      ProSpeed: 9.133


      Pflegepartner: 9.179


      H²O: 9.220


      SRC-Kleve: 9.308


      SRF: 9.727


      Rheinland Serie:
      10.098





      Nach einem gemeinsamen Mittagessen „Chili Pefekt“ standen um 12:45 sechs
      Gruppe-C Autos in Kleve an der Startlinie.


      Als die fünf roten Leuchten ausgingen begann ein
      sechsstündiger Kampf um die Plätze.


      Nach dem Start brannte Björn mit dem ProSpeed Nissan ein
      Feuerwerk auf Spur fünf ab. Schnelle Runden am Stück und ein fast fehlerfreier
      Turn brachten dem Team nach einer Stunde die Führung.


      Abschütteln konnte ProSpeed die Konkurrenz aber nicht, denn
      auch H²O, für die Michael in der ersten Stunde drückte, zeigte, auf Spur drei, eine
      hervorragende Leistung.


      Beim Heimteam war in der Anfangsphase ein wenig der Wurm
      drin und Bert hatte schwer zu kämpfen um der Favoritenrolle gerecht zu werden.


      Der Lancia im Feld konnte dagegen seine sehr gute
      Performance aus dem Quali nicht dauerhaft bestätigen. Auf Spur eins hatte
      Wolfgang mehr Mühe mit dem Feld mitzuhalten als ihm lieb war.


      Leider bestätigte sich auch in Kleve die alte Slot Weisheit,
      das Training und Streckenkenntnis der Weg zum Erfolg ist wieder einmal. Team
      Rheinland Serie musste jetzt seinem Trainingsrückstand Tribut zollen.


      Auf Spur sechs war SRF ins Rennen gegangen und auch bei
      Günter als Startfahrer gab es mehr Frust als Lust in der ersten Rennstunde.


      Nach dem ersten Spurwechsel änderte sich dann das
      Renngeschehen.


      Die Heimmannschaft spielte auf Spur zwei ihre ganze
      Routine aus und schob sich, im Verlauf der zweiten Rennstunde, an die Spitze des
      Feldes.


      Auf der zweiten Spur legte auch H²O den Grundstein zu einem
      guten Endergebnis. Peter spulte, in seiner unnachahmlichen Art, Runde um Runde ab.
      Als er nach einem Doppelturn, Spur fünf und sechs, den grünen Mazda an
      Michael übergab, lag die Truppe aus Bardenberg, mit nur vier Runden Abstand,
      hinter dem Führenden auf P2.


      Leider konnte ProSpeed Slot Racing die Führung nach der
      ersten Rennstunde nicht weiter ausbauen. Der Nissan machte Mucken und Stefan
      auf Spur sechs und Stephan auf Spur vier büßten Runde um Runde ein.


      Ein Rädertausch brachte SRF wieder in die Spur und man schob
      sich an ProSpeed vorbei auf P3.


      Ganz schlecht lief das Rennen für die Pflegepartner aus
      Mühlheim. Der Lancia hatte wenig Bremse und Jörgs Regler schien auch noch den
      Geist aufzugeben.
      Hans der in der dritten Stunde den Italiener auf Spur fünf
      fuhr, klagte ebenfalls über schlechte Gasannahme und so sortierte sich das Team
      auf Platz fünf ein.


      Team Rheinland Serie konnte seinen Trainingsrückstand leider
      an diesem Wochenende nicht kompensieren und musste sich, von Beginn an, mit Platz
      sechs anfreunden. Alle Versuche weiter nach vorne zu kommen schlugen am dritten
      WDSM Wochenende leider fehl.


      Rennstunde vier, fünf und sechs wurde vom SRC-Kleve und H²O
      bestimmt. Das bedeutete, Schwerstarbeit für die Heimmannschaft.
      Der Abstand zu H²O bewegte sich immer zwischen 4 und 17 Runden und das bedeutet,
      dass jeder Reifenwechsel, oder jedes noch so kleine Problem die Führung kosten
      konnte.
      Der Druck von H²O ließ drei Stunden nicht nach und Willi am Drücker,
      versuchte alles um den Heimsieg zu verhindern, aber am Ende siegte doch die
      Routine des SRC-Kleve auf ihrer Heimstrecke.


      War es spannend im Kampf um die Führung, so gab es
      ein anderes Duell, bei dem es noch enger zuging.


      In Rennstunde vier hatte sich ProSpeed auf P3 zurück
      gekämpft und Björn konnte wieder 10 Runden Vorsprung herausfahren, bevor es auf die
      letzte Spur ging.


      Die beinen Nissan, ProSpeed auf drei, mit Stephan und SRF
      auf Spur vier, mit Günter am Regler, lieferten sich eine Stunde ein packendes
      Duell. SRF mit der Sorge ob die Reifen durchhalten würden und ProSpeed die
      direkt am Anfang des Turns auf neue Reifen wechselten, zogen alle Register.
      Immer weiter verringerte SRF den Abstand auf Platz drei. Nach 30 Minuten war
      der Vorsprung egalisiert und SRF konnte bis zum Rennende noch ein kleines
      Polster heraus fahren.


      Durch die Anfangsschwierigkeiten musste sich das
      Pflegepartner Racing Team, an diesem Wochenende, mit Platz fünf zufrieden geben,
      aber wenn alles passt, dann wird mit der sympatischen Truppe, beim Finale in Köln,
      wieder zu rechnen sein.


      Team Rheinland Serie dagegen musste einsehen, dass es ohne
      Streckenkenntnis, sehr schwierig ist, auf einen der vorderen Plätze zu fahren.
      Aber auch für Uwe, Joachim und Michael gilt, auf ihrer Heimstrecke, beim
      SRC-Köln werden die Jungs im Finale, anders zur Sache gehen.


      Es war wieder ein klasse Rennen mit tollen Zweikämpfen und
      einem dominanten Heimteam, dem der erste WDSM Sieg von allen gegönnt wurde.


      Glückwunsch an den SRC-Kleve mit Tobi, Pascal und Bert zum
      Sieg beim dritten WDSM Lauf 2015.


      Bis dann
      Der alte Mann